Ulrike Rodust

Für Schleswig-Holstein in Europa

20. Mai 2014

Veranstaltung
Plankton statt Plastik: Flashmob in Kiel

Nach dem Flashmob gegen die "Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll" mit Genoss/innen der Kieler SPD und Colin & Serap Rohwedder von Jute statt Plastik.

Sams­tag, 17. Mai — Kiel: Bei bes­tem Kie­ler Wet­ter traf­fen sich Ulri­ke Rodust und Genos­sin­nen und Genos­sen der Kie­ler SPD sowie Colin & Serap Roh­wed­der von Jute statt Plas­tik zu einem Flashmob mit erns­tem Hin­ter­grund. Mit Plas­tik­müll und Paro­len setz­ten sie gemein­sam ein Zei­chen gegen die Ver­schmut­zung der Mee­re durch Plas­tik­müll.

 

Und hier Ulri­ke Rodust Flashmob-Anspra­che:

 

„Über 70 Pro­zent der Erd­ober­flä­che sind von Mee­ren bedeckt, des­halb wird die Erde auch „Blau­er Pla­net“ genannt.

 

Aber die Mee­re sind gefähr­det: Durch

  • Über­fi­schung
  • Über­dün­gung
  • Tief­see­berg­bau
  • Schad­stof­fe und Müll

Mari­ner Abfall ist ein beson­ders gro­ßes Pro­blem. Es ist Müll der vom Land ins Meer gelangt, es ist aber auch Müll der von den Schif­fen aus ins Meer ent­sorgt wird, von Off­shore-Anla­gen und Aqua­kul­tu­ren. Mari­ner Abfall befin­det sich an der Mee­res­ober­flä­che, auf dem Grund sowie an Strän­den. Durch Wel­len und Strö­mun­gen ver­teilt sich die­ser Müll welt­weit über den gesam­ten Glo­bus. Etwa 70 Pro­zent des Mülls sin­ken ab und lagern im oder auf dem Mee­res­bo­den.

 

Mari­ner Abfall birgt eine erns­te Gefähr­dung für alle Mee­res­le­be­we­sen. Sie ver­hed­dern in Müll­tei­len und die ora­le Auf­nah­me hat Tod durch Ersti­cken oder durch Ver­hun­gern zur Fol­ge.

 

Bedenk­lich ist die Lang­le­big­keit bei Plas­tik­par­ti­keln in den Welt­mee­ren, die die Men­ge an Plank­ton bereits um ein mehr­fa­ches über­schrei­ten. Nicht nur, dass die Aus­wir­kun­gen für die Mee­res­tie­re ver­hee­rend sind, die Schad­stof­fe gefähr­den über die Nah­rungs­ket­te auch die mensch­li­che Gesund­heit.

 

Im Jahr 2008 fie­len EU-weit geschätz­te 25 Mil­lio­nen Ton­nen Kunst­stoff­ab­fäl­le an, wovon nur etwa 25 Pro­zent recy­celt wur­den. Mit einem Müll­tep­pich von etwa 100 Mil­lio­nen Ton­nen sind die Welt­mee­re die größ­te Müll­de­po­nie für Kunst­stoff. Und noch eine Zahl, die das Aus­maß der Ver­schmut­zung unse­rer Mee­re zeigt: 13.000 Plas­tik­müll-Tei­le trei­ben mitt­ler­wei­le auf jedem Qua­drat­ki­lo­me­ter Mee­res­ober­flä­che.

 

2010 hat jeder EU-Bür­ger geschätzt 198 Plas­tik­tü­ten genutzt, 90% davon leich­te Tüten, die nicht so gut wie­der­ver­wen­det wer­den kön­nen wie Kunst­stoff­tü­ten aus stär­ke­rem Mate­ri­al und daher schnel­ler zu Abfall und öfter weg­ge­wor­fen wer­den. Wird nichts unter­nom­men, dann wird der Ver­brauch von Plas­tik­tü­ten erwar­tungs­ge­mäß wei­ter stei­gen. Laut der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on sind mehr als 8 Mil­lio­nen Plas­tik­tü­ten in der EU im Jahr 2010 zu Abfall gewor­den. Das Euro­päi­sche Par­la­ment hat sich im April mit dem Ver­bot der gefähr­lichs­ten Plas­tik­pro­duk­te und bestimm­ter Plas­tik­tü­ten befasst und eine Ent­schlie­ßung zum Ver­bot ab 2020 ange­nom­men.

 

Plas­tik­müll gefähr­det Umwelt und Gesund­heit in beson­de­rem Maße, des­halb ist ein ande­rer Umgang mit Plas­tik­tü­ten von­nö­ten. Wir müs­sen alle umden­ken, Plas­tik­tü­ten redu­zie­ren, Alter­na­ti­ven ver­wen­den.

 

Hel­fen Sie mit, dass der Müll­tep­pich im Meer nicht noch grö­ßer wird!“

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