Ulrike Rodust

Für Schleswig-Holstein in Europa

8. Dezember 2015

Fischerei/Pressemitteilung
Rechtssicherheit für Nordseefischer: Anlandepflicht muss zum Jahreswechsel starten

Ulrike Rodust, Foto: S. Perrine
Ulrike Rodust, Foto: S. Perrine

Pünkt­lich zu Beginn des neu­en Jah­res muss in der Nord­see Schluss sein mit der bis­her gel­ten­den Pra­xis, uner­wünsch­ten Bei­fang über Bord zu wer­fen. Das hat Ulri­ke Rodust am Mon­tag im Fische­rei­aus­schuss des Euro­päi­schen Par­la­ments deut­lich gemacht.

Die fische­rei­po­li­ti­sche Koor­di­na­to­rin der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Frak­ti­on wirbt des­halb dafür, einem von der Kom­mis­si­on vor­ge­leg­ten ers­ten Rück­wurf­plan für bestimm­te Fische­rei­en in der Nord­see zuzu­stim­men. Der Plan, der zunächst für ein Jahr gel­ten soll, wür­de eine der zen­tra­len For­de­run­gen der Fische­rei­re­form frist­ge­recht umset­zen. Ab dem Jah­res­wech­sel müss­ten in der Nord­see mit­ge­fan­ge­ner See­lachs, Schell­fisch, See­hecht und Kai­ser­gra­nat sowie See­zun­gen, Schol­len und Tief­see­gar­ne­len ange­lan­det wer­den. Die Anlan­de­ver­pflich­tung wür­de außer­dem für sämt­li­che Bei­fän­ge von Tief­see­gar­ne­len gel­ten.

Damit die ver­schwen­de­ri­sche Pra­xis, Bei­fän­ge zurück­zu­wer­fen wie geplant zum ers­ten Janu­ar gestoppt wer­den kön­ne, sei sie bereit, den vor­ge­leg­ten Kom­mis­si­ons­ent­wurf anzu­neh­men, erklär­te Rodust. „Obwohl das Ver­fah­ren aus­ge­spro­chen unglück­lich gelau­fen ist und das Euro­päi­sche Par­la­ment zu spät und unzu­rei­chend ein­ge­bun­den wur­de, hal­te ich es für wich­tig, den Nord­see-Fischern Pla­nungs­si­cher­heit zu bie­ten“, so Rodust. Nur aus die­sem Grund sei sie auch bereit, den Ent­wurf mit­zu­tra­gen, obwohl er die Kabel­jau­fi­sche­rei nicht umfas­se. „Hier haben sich die Mit­glieds­staa­ten durch­ge­setzt, die die Grund­ver­ord­nung so inter­pre­tie­ren, dass der Kabel­jau erst 2017 betrof­fen ist. Die­se Aus­le­gung hal­te ich für über­haupt nicht nach­voll­zieh­bar!“, so Rodust.

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