Ulrike Rodust

Für Schleswig-Holstein in Europa

27. April 2015

Europäisches Parlament
27. April 2015: Meine Rede zum Mehrjahresplan für die Bestände von Dorsch, Hering und Sprotte in der Ostsee

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Gemäß der Grundverordnung sind Mehrjahrespläne ein Werkzeug, ein Anker für die nachhaltige Bewirtschaftung von Fischbeständen und dem Ökosystem. Das ist der erste Vorschlag für einen Mehrjahresplan nach Inkrafttreten der neuen GFP-Reform und zugleich eine Blaupause für nachfolgende Pläne. Der Vorschlag der Kommission für einen Mehrjahresplan für Dorsch, Hering und Sprotte in der Ostsee erfüllt nicht in allen Teilen die Ziele der Reform. Wir wollen keine Verwässerung der GFP, sondern eine Verbesserung.

Entgegen der GFP-Reform führt Artikel 3 – Ziele des Vorschlags – nicht das Ziel an, die Fischpopulation oberhalb eines Biomasseniveaus, das den MSY garantiert, wieder aufzufüllen und zu erhalten. In der Begründung der Kommission sind die Wechselwirkungen zwischen diesen Beständen – Dorsch, Hering und Sprotte – und den weiteren Ökosystemen nicht explizit berücksichtigt.

Strittiger Punkt ist der Artikel 4 – Zielwerte. Hier wollen wir erreichen, dass der Zielwert für die fischereiliche Sterblichkeit begrenzt wird. Gut ist, dass der Kommissionsvorschlag keine jährliche Beschränkung des Fischereiaufwands beinhaltet. Damit ist die von den Fischern oft beklagte Beschränkung der Zahl von Fangtagen, die nicht überschritten werden dürfen, endlich vom Tisch.

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