Ulrike Rodust

Für Schleswig-Holstein in Europa

22. Januar 2015

Fischerei/Pressemitteilung/Schleswig-Holstein
Ende der Fangtageregelung für Ostseefischer

Die Fischer in der Ost­see kön­nen sich auf ein Ende der Fang­ta­ge­re­ge­lung freu­en. Mit dem Mehr­jah­res­plan zur Befischung von Dorsch, Hering und Sprot­te, der der­zeit in Brüs­sel ver­han­delt wird, wird end­lich die von den Fischern lan­ge kri­ti­sier­te Fang­auf­wands­re­ge­lung auf­ge­ho­ben. „Bis­her wur­de den Ost­see­fi­schern nur eine bestimm­te Anzahl an Fang­ta­gen zuge­bil­ligt. Wem es nicht gelang, inner­halb die­ser Tage sei­ne Quo­te zu fischen, der hat­te schlicht Pech“, erläu­tert die Bericht­erstat­te­rin für die Reform der gemein­sa­men Fische­rei­po­li­tik und SPD-Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Ulri­ke Rodust.
„Gera­de für vie­le der Fischer mit klei­nen und mit­tel­gro­ßen Kut­tern war das oft ein exis­tenz­be­dro­hen­des Pro­blem. Aber genau die­se Fischer wol­len wir mit der neu­en Fische­rei­po­li­tik ja stär­ken. Ich freue mich, dass wir ihnen mit dem Mehr­jah­res­plan nun außer­dem eine bes­se­re Pla­nungs­si­cher­heit bie­ten kön­nen. Das wird die Akzep­tanz der neu­en Gemein­sa­men Euro­päi­schen Fische­rei­po­li­tik bei den Ost­see­fi­schern erheb­lich stei­gern“, ist sich Rodust sicher.
Anläss­lich der Aus­spra­che zu dem Mehr­jah­res­plan am Don­ners­tag in Brüs­sel mach­te die SPD-Fische­rei­ex­per­tin aber auch deut­lich, dass sie bei eini­gen Punk­ten noch deut­li­chen Nach­bes­se­rungs­be­darf sieht: „In der Grund­ver­ord­nung zur neu­en Fische­rei­po­li­tik haben wir ganz klar fest­ge­schrie­ben, dass die zu beschlie­ßen­den Mehr­jah­res­plä­ne eine Befischung vor­schrei­ben, die eine Bestands­er­hal­tung ober­halb des höchst­mög­li­chen Dau­er­er­trags garan­tiert (Stich­wort „above msy“). Jetzt fehlt die­se öko­lo­gi­sche Sicher­heits­mar­ge plötz­lich – das kön­nen wir nicht durch­ge­hen las­sen!“
Außer­dem sieht Rodust noch erheb­li­che Defi­zi­te, was die Berück­sich­ti­gung der Inter­ak­ti­on zwi­schen den Fisch­ar­ten und der Aus­wir­kung der Fische­rei auf ande­re Tier­ar­ten angeht. „Ein zen­tra­les Ver­spre­chen der neu­en Mehr­jah­res­plä­ne war, dass wir nun end­lich auf das Öko­sys­tem als Gan­zes bli­cken woll­ten. Das bedeu­tet, dass wir bes­se­re Plä­ne brau­chen, die sich nicht dau­er­haft nur auf Dorsch, Hering und Sprot­te beschrän­ken, son­dern auch ande­re Öko­sys­tem­kri­te­ri­en berück­sich­ti­gen. Es geht hier bei­spiels­wei­se auch um See­vö­gel und Schweins­wa­le, deren Schutz uns nicht weni­ger inter­es­sie­ren darf“.

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