Ulrike Rodust

Für Schleswig-Holstein in Europa

26. März 2015

Integrierte Meerespolitik
Schleswig-Holstein als Blaupause für Meereswirtschaft in der Ostsee

Euro­pa braucht einen gemein­sa­men Tech­no­lo­gie- und Inno­va­ti­ons­plan für die Ost­see. Das mach­te die schles­wig-hol­stei­ni­sche SPD-Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Ulri­ke Rodust anläss­lich einer Ver­an­stal­tung zum blau­en Wachs­tum in Kiel deut­lich. Bei der zwei­tä­gi­gen Kon­fe­renz im GEO­MAR-Helm­holtz-Zen­trum für Ozean­for­schung bera­ten seit Don­ners­tag Ver­tre­ter von Unter­neh­men, Wis­sen­schaft und dem öffent­li­chen Sek­tor über mari­ti­me Tech­no­lo­gi­en und Beschäf­ti­gung im Ost­see­raum.

„Ich bin sehr zufrie­den, dass Mee­res- und Umwelt­kom­mis­sar Kar­me­nu Vel­la die Kon­fe­renz zum Anlass für sei­ne ers­te offi­zi­el­le Deutsch­land­rei­se nimmt und damit die Not­wen­dig­keit eines nach­hal­ti­gen Blau­en Wachs­tums für Euro­pa unter­streicht“, freut sich die SPD-Exper­tin für mari­ti­me Poli­tik im Euro­päi­schen Par­la­ment. Von der Kon­fe­renz erhofft sich Rodust eine enge­re Koope­ra­ti­on zwi­schen Akteu­ren aus Indus­trie, For­schung und Poli­tik. „Ein gemein­sa­mer Ansatz für Inno­va­ti­on und Ent­wick­lung neu­er Tech­no­lo­gi­en kön­nen ermög­li­chen, dass wir künf­tig wirt­schaft­lich stär­ker von der Ost­see pro­fi­tie­ren und gleich­zei­tig ihre Umwelt schüt­zen“, erklärt Rodust.

„Sowohl mit der Lan­des­in­itia­ti­ve als auch mit dem Natio­na­len Mas­ter Plan für Mari­ti­me Tech­no­lo­gie haben wir bereits gute Erfah­run­gen gesam­melt. Wir könn­ten jedoch noch weit mehr errei­chen, wenn wir das Wis­sen der gesam­ten Regi­on ver­net­zen. Des­halb soll­ten wir die Kon­fe­renz als Start­schuss sehen, die im letz­ten Jahr ver­ab­schie­de­te Agen­da für ein nach­hal­ti­ges blau­es Wachs­tum im Ost­see­raum vor­an­zu­trei­ben“, so Rodust.

Die „blaue“ Wirt­schaft wächst ste­tig und bie­tet in Euro­pa  Mil­lio­nen Arbeit­neh­mern eine Lebens­grund­la­ge. Durch Stra­te­gi­en für die ein­zel­nen Mee­res­be­cken ver­sucht die EU gemein­sam mit den Mit­glied­staa­ten das Poten­ti­al des nach­hal­ti­gen „blau­en Wachs­tums“ für die euro­päi­sche Wirt­schaft opti­mal nutz­bar zu machen. Die Ost­see­re­gi­on spielt seit Beginn der Euro­päi­schen Mee­res­po­li­tik 2007 eine Vor­rei­ter­rol­le.

Allein in der Ost­see­re­gi­on bie­ten die stärks­ten mari­ti­men Wirt­schafts­zwei­ge 360 000 Men­schen einen Arbeits­platz und erwirt­schaf­ten mehr als 16,5 Mil­li­ar­den Euro. „Vor allem Off­shore Wind­an­la­gen, Kreuz­fahrt­tou­ris­mus und Aqua­kul­tur sind Sek­to­ren, die in ver­gan­ge­nen Jah­ren in der Ost­see­re­gi­on mit über 10% wach­sen“, freut sich Rodust über das Poten­ti­al einer nach­hal­ti­gen mee­res­ba­sier­ten Wirt­schaft. „Das Meer macht 71% der Erd­ober­flä­che aus — von Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­ti­on über Ener­gie­ge­win­nung bis hin zur Bio­tech­no­lo­gie bie­tet das enor­me Chan­cen. An kaum einem Ort wird einem die­se Bedeu­tung deut­li­cher als in Schles­wig-Hol­stein — einem schma­len Strei­fen Land zwi­schen zwei Mee­ren.“

Am Ran­de der Kon­fe­renz besu­chen Kom­mis­sar Vel­la und Rodust die Ein­wei­hung der welt­weit ers­ten metha­nol­be­trie­be­nen Fäh­re und das For­schungs­schiff Haitha­bu. „Hier wer­den wir kon­kre­te Bei­spie­le dafür sehen, wie wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se und inno­va­ti­ve Tech­nik die mari­ti­me Wirt­schaft stär­ken“, so Rodust abschlie­ßend.

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