Ulrike Rodust

Für Schleswig-Holstein in Europa

9. Mai 2016

Europäisches Parlament
09. Mai 2016: Meine Rede zu Fangmöglichkeiten und finanzieller Gegenleistung nach dem Fischereiabkommen zwischen der EU und Mauretanien sowie der EU und Liberia

Herr Präsident! Partnerschaftliche Fischereiabkommen mit Drittländern sind ein effektiver Weg, die wichtigsten Grundprinzipien und Werte der reformierten GFP auch außerhalb Europas zu verankern und sich so weltweit für die nachhaltige Bewirtschaftung der Meere einzusetzen. Damit dies funktioniert, müssen in den Abkommen klare Bedingungen zu Nachhaltigkeit, Fairness, Kohärenz und Transparenz formuliert und umgesetzt werden.

Mit den beiden bilateralen Abkommen mit Mauretanien und Liberia sind zwei bedeutende Schritte zu einer nachhaltigen Gestaltung der Fischerei außerhalb der EU unternommen worden. Mit Liberia wird erstmals seit 2007 ein Abkommen mit einem neuen Partner geschlossen. Ich freue mich, dass die EU hierdurch einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Fischereisektors vor Ort und zum Kampf gegen die illegale Fischerei unternimmt.

Das Mauretanien-Protokoll darf ich als den Kompass für die auswärtige Fischerei der EU bezeichnen. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle die Transparenzvorschriften – wegweisend für alle zukünftigen Abkommen. Das Protokoll schreibt die Veröffentlichung aller öffentlichen und privaten Fischereivereinbarungen Mauretaniens mit Drittländern vor. Die Transparenzregeln sind unerlässlich, um festzustellen, wieviel Fisch tatsächlich für die europäische Flotte übrig bleibt, ohne den mauretanischen Fischern die Lebensgrundlage zu entziehen. Das ist der Kern meines Verständnisses von nachhaltiger Fischerei mit Drittstaaten. Ich unterstütze daher also beide Abkommen.

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