Ulrike Rodust

Für Schleswig-Holstein in Europa

18. Januar 2016

Europäisches Parlament
18. Januar 2016: Meine Rede zum mehrjährigen Wiederauffüllungsplan für Roten Thun im Ostatlantik und im Mittelmeer

Frau Präsidentin! Große Fische mit kleiner Fischerei – das geht! Das geht insbesondere auch beim Roten Thun im Ostatlantik und im Mittelmeer. Kleine und handwerkliche Fischerei hat im Allgemeinen einen guten Ruf, was ihre Selektivität und ihre geringen Auswirkungen auf die marinen Ökosysteme angeht, sowie hinsichtlich ihres geringen Energieverbrauchs.

In der Grundverordnung haben wir entsprechende Vorkehrungen für diese Fischerei vorgesehen. Damit diese Fischer das Ruder in der Hand halten können, müssen sie allerdings mit hinreichender Quote ausgestattet sein. Gemäß den Artikeln 16 und 17 der Grundverordnung entscheidet jeder Mitgliedstaat, wie er seine Fangmöglichkeiten auf die Fahrzeuge unter seiner Flagge aufteilt. Hierbei sollen transparente und objektive Kriterien angewendet werden. Aber nicht nur das. Fangtechniken mit geringem Energieverbrauch und hoher Selektivität sollen gefördert werden.

Der Fischereiausschuss hat in seiner Abstimmung zu diesem mehrjährigen Wiederauffüllungsplan für Roten Thun bereits die Flagge gehisst, sie muss nun noch hinreichend geschwenkt werden. Deshalb fordert die S&D-Fraktion die Überprüfung der bestehenden Verteilungssysteme der Mitgliedstaaten und eine adäquate Einbindung kleiner und handwerklicher Fischerei. Als rotes Tuch sehen wir die bisher oftmals noch fehlende Transparenz in Bezug auf die Verteilungskriterien. Deshalb begrüße ich, dass die im Rahmen dieses Wiederauffüllungsplans von den Mitgliedstaaten jährlich zu übermittelnden Fangpläne die Quotenverteilung nach Fanggerätegruppe aufführen müssen.

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