Ulrike Rodust

Für Schleswig-Holstein in Europa

12. Mai 2016

Allgemein
Der Koch muss halten, was die Karte verspricht!

Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te for­dern bes­se­re Rück­ver­folg­bar­keit von Fische­rei-Erzeug­nis­sen
Wer Kabel­jau bestellt, muss sich sicher sein kön­nen, dass ihm kein Pan­gasi­us vor­ge­setzt wird. Um dies über­all in Euro­pa zu gewähr­leis­ten, hat das Euro­päi­sche Par­la­ment stren­ge­re und bes­ser kon­trol­lier­te Vor­schrif­ten der Eti­ket­tie­rung von Erzeug­nis­sen aus der Fische­rei gefor­dert.
Anlass für die am Don­ners­tag ver­ab­schie­de­te Ent­schlie­ßung war die groß ange­leg­te Stu­die einer Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on. Die­se hat­te im ver­gan­ge­nen Jahr in Brüs­se­ler Kan­ti­nen und Restau­rants DNA-Pro­ben von Spei­se­fi­schen genom­men und fest­ge­stellt, dass in rund einem Vier­tel der Fäl­le die Fische auf den Tel­lern nicht den Ankün­di­gun­gen auf der Kar­te ent­spra­chen.
„Wenn ein Gast Zucht­lachs statt Wild­lachs ser­viert bekommt, ist das aus Sicht des Ver­brau­cher­schut­zes selbst­ver­ständ­lich ein Unding“, sagt die SPD-Fische­rei­ex­per­tin Ulri­ke Rodust. „Die EU-Kom­mis­si­on und die zustän­di­gen Behör­den der Mit­glied­staa­ten müs­sen an einem Strang zie­hen, um durch strik­te und kla­re Eti­ket­tie­rungs­re­geln, stren­ge­re Kon­trol­len und rou­ti­ne­mä­ßi­ge DNA-Pro­ben den Betrug am Kun­den zu ver­hin­dern“, begrüßt Rodust die Kern­for­de­run­gen der Reso­lu­ti­on.
„Restau­rants tischen Gäs­ten aller­dings nicht immer wis­sent­lich den fal­schen Fisch auf. Oft wer­den sie selbst Opfer des Betrugs. Daher muss beson­ders über die Eti­ket­tie­rung oder die Anga­ben am Ver­kaufs­stand eine Rück­ver­folg­bar­keit bis zum Fang­boot sicher­ge­stellt wer­den“, for­dert die Fische­rei­ex­per­tin. „Fal­scher Fisch bedeu­tet nicht nur Betrug am Kun­den und Wett­be­werbs­ver­zer­rung. Gera­de bei einem oft hoch­prei­si­gen Kon­sum­gut muss es im Eigen­in­ter­es­se der Fische­rei­wirt­schaft selbst lie­gen, jede wei­te­re Ver­un­si­che­rung der Kon­su­men­ten zu ver­hin­dern.“

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