Ulrike Rodust

Für Schleswig-Holstein in Europa

14. Dezember 2016

Fischerei/Pressemitteilung
Einigung auf Nordsee-Quoten

Fang­mög­lich­kei­ten für See­lachs, Kabel­jau und Makre­le stei­gen
Der Fische­rei­rat der Euro­päi­schen Uni­on hat in der Nacht zu Mitt­woch die Nord­see­fang­quo­ten für 2017 fest­ge­legt. Wäh­rend die Nord­see­fi­scher Kür­zun­gen beim Schell­fisch erwar­tet, stei­gen die erlaub­ten Fang­men­gen für Kabel­jau und Makre­le, beson­ders aber für See­lachs. „Hier blie­ben die Minis­ter sogar hin­ter dem, was nach Emp­feh­lung der Wis­sen­schaft mög­lich gewe­sen wäre“, erläu­tert die SPD-Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Ulri­ke Rodust. „Dass hier nicht die vol­le Stei­ge­rung erfolgt, ist dabei sicher auch im Inter­es­se der Fischer, die durch eine so dras­ti­sche Anhe­bung eine Stö­rung der Märk­te befürch­te­ten. Dass wir aber über­haupt so star­ke Aus­schlä­ge nach oben berück­sich­ti­gen müs­sen ist  natür­lich ein gutes Signal. Zeigt es doch, dass gutes Fische­rei­ma­nage­ment die Bestän­de ent­spre­chend anwach­sen lässt. In der Nord­see sind wir hier bei vie­len Arten schon auf dem rich­ti­gen Weg. Anders sieht das im Nord­ost-Atlan­tik aus, wo die Fische­rei­mi­nis­ter lei­der erneut höhe­re Quo­ten fest­leg­ten, als von der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on vor­ge­schla­gen wur­den“, so Rodust.

Über die im kom­men­den Jahr gel­ten­den maxi­mal zuläs­si­gen Fang­men­gen für die wich­tigs­ten kom­mer­zi­el­len Fisch­be­stän­de in der Nord­see und im Atlan­tik wird jeweils im Dezem­ber ver­han­delt. Dis­kus­si­ons­grund­la­ge ist ein auf wis­sen­schaft­li­chen Gut­ach­ten basie­ren­der Vor­schlag der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on. Bei der Vor­stel­lung ihres Ent­wurfs hat­te die Kom­mis­si­on noch wei­te­re Quo­ten­er­hö­hun­gen für Fische­rei­en in Aus­sicht gestellt, für die ab 2017 ein Anlan­de­ge­bot gilt.

„Das Anlan­de­ge­bot ver­pflich­tet die Fischer in der EU nach und nach bis 2019, uner­wünsch­ten Bei­fang mit an Land zu brin­gen, statt ihn wie bis­her tot oder ver­letzt ins Meer zurück zu wer­fen. Die ange­kün­dig­ten Quo­ten­auf­schlä­ge sol­len den Fischern den Über­gang zu der neu ein­ge­führ­ten Rege­lung erleich­tern, wich­tig ist aber, dass dies geschieht, ohne zusätz­li­chen Druck auf gefähr­de­te Bestän­de aus­zu­üben. Deren wei­te­re Erho­lung darf auf kei­nen Fall durch die Quo­ten­fest­set­zung ver­zö­gert wer­den“, erläu­tert die sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Fische­rei­ex­per­tin.

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