Ulrike Rodust

Für Schleswig-Holstein in Europa

24. November 2016

Fischerei
FISH-NEWS

Aktu­el­les aus dem Aus­schuss

Die Fang­mög­lich­kei­ten für die Ost­see und der Vor­schlag über den Nord­see­mehr­jah­res­plan waren zwei der zen­tra­len Punk­te, die der Aus­schuss in sei­ner Novem­ber­sit­zung mit der Kom­mis­si­on dis­ku­tier­te. Eben­falls auf gro­ßes Inter­es­se stieß eine Anhö­rung zu Mee­res­schutz­ge­bie­ten. Wäh­rend sich das Gros der refe­rie­ren­den Wis­sen­schaft­ler einig war, dass die­se Gebie­te zur Bestands­er­ho­lung bei­tra­gen kön­nen und posi­ti­ve Effek­te auch für die Fische­rei bis zu 100km ent­fernt spür­bar sein kön­nen, wur­de auch dar­auf hin­ge­wie­sen, dass viel von einem guten Manage­ment der Gebie­te abhin­ge.

Ergeb­nis­pro­to­koll

PECH-Aus­schuss­sit­zung vom Novem­ber 2016

Tages­ord­nung und Doku­men­te

Video­auf­zeich­nung der Sit­zung

 

TOP 11: Eine inte­grier­te Poli­tik der Euro­päi­schen Uni­on für die Ark­tis (2016/2228(INI)), Jaros­ław WAŁĘSA (EVP, PL)

Art des Berichts: Es han­delt sich um einen Initia­tiv­be­richt des Par­la­ments zu einer Mit­tei­lung der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on. Die Stel­lung­nah­me des Fische­rei­aus­schus­ses rich­tet sich an die feder­füh­ren­den Aus­schüs­se für Aus­wär­ti­ge Ange­le­gen­hei­ten (AFET) und Umwelt (ENVI).

zur Aus­spra­che: Der Bericht­erstat­ter, Jaros­ław WAŁĘSA (EVP, PL), beton­te die erheb­li­che öko­lo­gi­sche Ver­wund­bar­keit der Regi­on und hob die wich­tigs­ten Punk­te in Bezug auf die Ent­wick­lung des kom­mer­zi­el­len Fisch­fangs in der Regi­on her­vor:

u.a. der Ein­klang des kom­mer­zi­el­len Fisch­fangs mit der GFP und den gel­ten­den inter­na­tio­na­len Über­ein­kom­men, die Not­wen­dig­keit einer soli­den wis­sen­schaft­li­chen Ent­schei­dungs­grund­la­ge und sorg­fäl­ti­ge Ein­hal­tung der EU-Eti­ket­tie­rungs­vor­schrif­ten für die Fische­rei­er­zeug­nis­se aus dem Regi­on.

Alain CADEC (PPE, FR) ver­wies auf den nicht dis­kri­mi­nie­ren­den Zugang zu Res­sour­cen des Archi­pels Spitz­ber­gen für die Staa­ten, wel­che den Spitz­ber­gen­ver­trag unter­schrie­ben haben und die Pro­ble­ma­tik der uni­la­te­ra­len Bean­spru­chung der Fische­rei­rech­te durch die nor­we­gi­sche Fische­rei­flot­te.

Nori­ca NICOLAI (ALDE, RO) beton­te die Wich­tig­keit der Berück­sich­ti­gung des inter­na­tio­na­len Über­ein­kom­men über die bio­lo­gi­sche Viel­falt und die Berück­sich­ti­gung der Inter­es­sen der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung beim Aus­bau des kom­mer­zi­el­len Fisch­fangs in der Regi­on.

Ricar­do SERRÃO SANTOS (S&D, PT) ver­wies auf die Wich­tig­keit des nach­hal­ti­gen Han­delns in der öko­lo­gisch hoch sen­si­blen Regi­on und eben­falls auf die beson­de­re Berück­sich­ti­gung der Rech­te der indi­ge­nen Bevöl­ke­rung. Sei­ne Ände­rungs­an­trä­ge wer­den zum gro­ßen Teil die­sen The­men­be­reich betref­fen.

Liadh RIADA (‎GUE/NGL, IE): beton­te die Pro­ble­ma­tik der IUU-Fische­rei in der Regi­on und die Wich­tig­keit der Bekämp­fung der „Raub­fi­sche­rei“.

Wei­te­res Ver­fah­ren:

Ein­rech­nungs­frist für Ände­rungs­an­trä­ge: bis zum 14.11.2016

Abst. der Stel­lung­nah­me im Fische­rei­aus­schuss: 05.12.2016

Abst. des Berichts in den feder­füh­ren­den Aus­schüs­sen (AFET / ENVI): Janu­ar 2017

Ple­narab­stim­mung: 01.02.2017

 

TOP 14: Aus­spra­che mit der Kom­mis­si­on über die zuläs­si­ge Gesamt­fang­men­ge und die Quo­ten für die Ost­see

Anlass für die Aus­spra­che waren die aktu­el­len Rats­ent­schei­dun­gen zu  den Gesamt­fang­men­gen (TACs) für Dorsch in der Ost­see für 2017.

Der Rat der EU-Fische­rei­mi­nis­ter hat am 10.10.2016 die Fang­men­gen für Dorsch in der west­li­chen Ost­see um 56% und in der öst­li­chen Ost­see um 25% abge­senkt.

Laut der wis­sen­schaft­li­chen Emp­feh­lung von ICES hät­ten die Fang­men­gen um 87,5% und 39% gesenkt wer­den müs­sen.

Zu der Aus­spra­che erschie­nen kei­ne Ver­tre­ter der Mit­glied­staa­ten aus dem Rat. So fand der Aus­tausch mit Kom­mis­si­ons­ver­tre­tern statt. Die wich­tigs­ten an die Kom­mis­si­on gestell­ten Fra­gen bezo­gen sich auf die Klä­rung der wis­sen­schaft­li­chen Grund­la­ge für die Ent­schei­dung des Rates und die Ein­hal­tung des Mehr­jah­res­plans zur Bewirt­schaf­tung der Fisch­be­stän­de.

Bei der Redu­zie­rung der Fang­men­gen für Dorsch in der west­li­chen Ost­see um 56 % wur­de zum ers­ten Mal eine Rei­he von beglei­ten­den Maß­nah­men wie län­ge­re Schließ­zei­ten und die Begren­zung der täg­li­chen Fang­men­gen in der Frei­zeit­fi­sche­rei ver­ein­bart.

Die Kom­bi­na­ti­on aus Quo­ten­kür­zun­gen und beglei­ten­den Maß­nah­men füh­re zu einer ein­deu­ti­gen Redu­zie­rung der fische­rei­li­chen Sterb­lich­keit, was wie­der­um im Ein­klang mit den Zie­len des Mehr­jah­res­plans ste­he, so die Kom­mis­si­on.

Kri­tik äußer­ten die Abge­ord­ne­ten vor allem an der Trans­pa­renz der Quo­ten­ver­hand­lun­gen im Rat (Jaros­ław WAŁĘSA (PPE, PL)), der Stand­haf­tig­keit der Kom­mis­si­on (Richard CORBETT, (S&D, UK)) und dem man­geln­den Wil­len, die Kom­pro­mis­se zu erklä­ren (Wer­ner KUHN (EVP, DE)).

Beden­ken wur­den auch in Bezug auf den Ein­fluss der Quo­ten­ent­schei­dung auf die lau­fen­den Ver­hand­lun­gen mit Russ­land geäu­ßert (Lin­néa ENGSTRÖM (Grüne/EFA, SV)).

Ulri­ke RODUST (S&D, DE) frag­te, was die Ein­schrän­kun­gen für die Frei­zeit­fi­scher auf die Dif­fe­renz zwi­schen der wis­sen­schaft­lich emp­foh­le­nen und der ver­ab­schie­de­ten Quo­ten­kür­zung bedeu­te und wie es mit Kon­troll­maß­nah­men bei der Imple­men­tie­rung die­ser Maß­nah­men aus­se­he. Des Wei­te­ren wur­de gefragt, war­um die Frei­zeit­fi­sche­rei nicht wäh­rend der Schließ­zei­ten ein­ge­schränkt wür­de.

Die Kom­mis­si­on erläu­ter­te, dass bei der Kon­trol­le der Maß­nah­men für den West­dorsch in ers­ter Linie Deutsch­land betrof­fen sei und man den Mit­glied­staa­ten eine effek­ti­ve Imple­men­tie­rung zutraue. In Bezug auf die Berück­sich­ti­gung der Frei­zeit­fi­sche­rei bei den Schließ­zei­ten ver­wies die Kom­mis­si­on auf die Rege­lung, dass Frei­zeit­fi­scher nur drei statt fünf Dor­sche pro Tag anlan­den dür­fen.

 

TOP 15: Vor­schlag für eine Ver­ord­nung des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates zur Fest­le­gung eines Mehr­jah­res­plans für Grund­fisch­be­stän­de in der Nord­see und für die Fische­rei­en, die die­se Bestän­de befi­schen (COD 2016/0238), Ulri­ke RODUST (S&D)

Art des Berichts: Der Bericht wird zum Kom­mis­si­ons­vor­schlag ange­fer­tigt und wird die Basis für die Posi­ti­on des Euro­päi­schen Par­la­ments zum Mehr­jah­res­plan für die Nord­see.

Zur Aus­spra­che: Nach­dem der Vor­schlag der Kom­mis­si­on für einen Mehr­jah­res­plan für Grund­fisch­be­stän­de in der Nord­see bereits in der Okto­ber­sit­zung des Fische­rei­aus­schus­ses vor­ge­stellt wur­de, folg­te nun die ers­te Aus­spra­che.

Unklar­heit gab es für die Abge­ord­ne­ten vor allem in Bezug auf die Zutei­lung der Grund­fisch­ar­ten und ihrer Bestän­de auf unter­schied­li­che Grup­pen (in Arti­kel 2 des Vor­schlags) und wel­che Arten und Bestän­de in wel­chen Grup­pen berück­sich­tigt sind. Hier frag­te Peter VAN DALEN (EKR, NL) ins­be­son­de­re nach Witt­ling, wel­cher expli­zit in Grup­pe eins erwähnt wird, für den es im Anhang jedoch kei­ne MSY-Mar­gen gibt. Jens GIESEKE (EVP, DE) woll­te eben­falls wis­sen, inwie­weit die Grup­pen­zu­tei­lun­gen der Arten sowie die MSY-Wer­te in den Anhän­gen fle­xi­bel an neue wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se ange­passt wer­den könn­ten. Auch die Fra­ge, war­um die Kom­mis­si­on zur Ver­wirk­li­chung eines Öko­sys­tem­an­sat­zes kei­ne pel­agi­schen Arten in den Vor­schlag mit auf­ge­nom­men hat, wur­de von eini­gen Abge­ord­ne­ten gestellt.

In bei­den Fäl­len argu­men­tier­te die Kom­mis­si­on mit den ver­füg­ba­ren wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen. Wich­tig sei eine Berück­sich­ti­gung aller Grund­fisch­be­stän­de gewe­sen. Dar­über hin­aus sei man jedoch gezwun­gen gewe­sen, einen Fische­rei­an­satz zu wäh­len, da der aktu­el­le wis­sen­schaft­li­che Kennt­nis­stand nicht die Model­lie­rung von Inter­ak­tio­nen zwi­schen Grund­fisch­ar­ten und pel­agi­schen Arten zulie­ße. Die Grup­pen sei­en so kon­zi­piert wor­den, um aus­nahms­los alle befisch­ten Grund­fisch­ar­ten zu berück­sich­ti­gen — bei Witt­ling hof­fe man noch auf wis­sen­schaft­li­che Daten vor dem Abschluss der Ver­hand­lun­gen zum Nord­see­plan. So wie der Vor­schlag aktu­ell stün­de, sei­en Ände­run­gen der Grup­pen­zu­tei­lung von Arten und ihren Bestän­den sowie der MSY-Wer­te in den Anhän­gen nur im ordent­li­chen Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren mög­lich.

Wäh­rend die Bericht­erstat­te­rin, Ulri­ke RODUST (S&D, DE), mehr zu den Erfah­run­gen der Kom­mis­si­on mit dem dies­jäh­ri­gen Rück­wurf­plan für die Nord­see und even­tu­el­le Aus­wir­kun­gen auf den Mehr­jah­res­plan wis­sen woll­te, kon­zen­trier­ten sich ande­re Wort­bei­trä­ge (Ian HUDGHTON, Grüne/EFA, UK; Gabri­el MATO, EVP, ES; Annie SCHREIJER-PIERIK, EVP, NL) vor allem auf die Art und Wei­se, wie der Plan gemisch­te Fische­rei­en und vor allem die Cho­ke Spe­ci­es-Pro­ble­ma­tik berück­sich­ti­ge. MATO ging es dabei vor allem um den Vor­bild­cha­rak­ter, den der Nord­see­plan für Mehr­jah­res­plä­ne in ande­ren Gebie­ten ein­neh­men wer­de.

Dazu gab es Fra­gen über die Unter­schie­de zum Ost­see­plan – bzw. war­um man­che Ele­men­te über­nom­men wur­den und war­um ande­re nicht.

Die Kom­mis­si­on sag­te, die Erfah­run­gen mit den Rück­wurf­plä­nen zei­gen, dass man sich auf dem rich­ti­gen Weg bezüg­lich der zeit­ge­rech­ten Ein­füh­rung der Anlan­de­ver­pflich­tung befin­de.

Neben den Mög­lich­kei­ten aus dem Vor­schlag für den Nord­see­plan selbst gebe es zur Ein­schrän­kung des Cho­ke Spe­ci­es-Pro­blems für die Mit­glied­staa­ten auch Instru­men­te, wie die Fle­xi­bi­li­tät der Quo­ten zwi­schen Arten („inter-spe­ci­es fle­xi­bi­li­ty“), wel­che jedoch lei­der bis­lang kei­ne Anwen­dung fan­den.

Eini­ge Ele­men­te aus dem Ost­see­plan sei­en auf­grund der Unter­schie­de zur Fische­rei in der Nord­see nicht über­nom­men wor­den.

Wei­te­res Ver­fah­ren: Vor der Anfer­ti­gung des Berichts­ent­wurfs wird am 26. Janu­ar 2016 eine zwei­te Aus­spra­che zum Vor­schlag statt­fin­den.

 

TOP 16: Vor­stel­lung der Stu­die „Der EU-Fisch­markt“

Der Kom­mis­si­ons­ver­tre­ter stell­te kurz die Euro­päi­sche Markt­be­ob­ach­tungs­stel­le für Fische­rei- und Aqua­kul­tur­er­zeug­nis­se (EUMOFA) vor. Die­se bezieht ihre Daten aus frei­wil­li­gen Ein­trä­gen der Mit­glied­staa­ten. Neben Daten, wie Preis­ent­wick­lung und Kon­sum, wel­che auf der Sei­te selbst abruf­bar sind, gibt es auch eine Rei­he regel­mä­ßi­ger Publi­ka­tio­nen. Hier­zu zählt auch der jähr­li­che Bericht zum Fische­rei­markt.

Danach refe­rier­te die Kom­mis­si­on kurz aus den dies­jäh­ri­gen Ergeb­nis­sen. So pro­du­zie­re die EU nach wie vor nur 3,2% des welt­weit kon­su­mier­ten Fisches und ste­he somit hin­ter vier asia­ti­schen Län­dern an fünf­ter Stel­le. Aller­dings sei auch in der EU die Pro­duk­ti­on zwi­schen 2012–2014 um 15% gestie­gen.

Als Markt für Fische­rei- und Aqua­kul­tur­er­zeug­nis­se lie­ge die EU noch knapp vor den USA und Chi­na an ers­ter Stel­le. Wobei der Selbst­ver­sor­gungs­grad bei 50% liegt und zwi­schen Arten stark vari­ie­re. So müss­ten 80% des Bedarfs an Krus­ten­tie­ren durch Impor­te gedeckt wer­den, wohin man bei klei­nen pel­agi­schen Arten Net­to­ex­por­teur sei.

 

TOP 17: Öffent­li­che Anhö­rung zum The­ma „Mee­res­schutz­ge­bie­te“

Vier der fünf Red­ner waren sich einig, dass Mee­res­schutz­ge­bie­te einen posi­ti­ven Effekt auf die Mee­res­um­welt, die Öko­sys­tem­leis­tun­gen des Mee­res, das Abdämp­fen der Effek­te des Kli­ma­wan­dels und auch auf die Fische­rei haben kön­nen. Dies spieg­le sich bei­spiels­wei­se in den Fang­men­gen und der Grö­ße von Indi­vi­du­en bis zu 100km von einem Mee­res­schutz­ge­biet ent­fernt wider.

Aller­dings hän­ge auch viel von der Qua­li­tät der Mee­res­schutz­ge­bie­te ab — der Trend immer grö­ße­re Gebie­te aus­zu­wei­sen, sage oft wenig dar­über aus, ob die Schutz­maß­nah­men auch adäquat sind und gut umge­setzt wer­den. So rei­che das Schutz­ni­veau in unter­schied­li­chen Gebie­ten von der völ­li­gen Sper­rung bis zur Viel­fach­nut­zung. Die Ein­bin­dung von loka­len Akteu­ren und eine sinn­vol­le Mee­res­raum­pla­nung sei­en wich­tig, um ein opti­ma­les Schutz­ni­veau zu gewähr­leis­ten.

Es müss­ten jedoch auch Kos­ten-Nut­zen­rech­nun­gen zwi­schen Mee­res­schutz­ge­bie­ten und ande­ren Manage­ment­maß­nah­men gemacht wer­den. Lokal kön­nen die unmit­tel­ba­ren Effek­te für vom Meer abhän­gi­ge Gemein­schaf­ten ver­hee­rend sei­en und dürf­ten nicht außer Acht gelas­sen wer­den.

Ein­zig der Wis­sen­schaft­ler des nie­der­län­di­schen Fische­rei­ver­ban­des Vis­Ned war der Auf­fas­sung, Mee­res­schutz­ge­bie­te hät­ten kei­ne posi­ti­ven Effek­te auf die Bestands­ent­wick­lung. Zudem wür­den sie die Fische­rei, die bereits durch Wind­parks, Schiff­fahrts­rou­ten, Öl- und Gas­för­de­rung etc extrem ein­ge­schränkt sei, unver­hält­nis­mä­ßig stark beein­träch­ti­gen.

 

TOP 24: Bericht über die Dele­ga­ti­ons­rei­se des Fische­rei­aus­schus­ses nach Thai­land — 31. Okto­ber bis 4. Novem­ber 2016

Wäh­rend der Dele­ga­ti­ons­rei­se des Fische­rei­aus­schus­ses über­zeug­ten sich die Abge­ord­ne­ten von den Fort­schrit­ten, wel­che Thai­land im Kampf gegen die ille­ga­le (IUU) Fische­rei unter­nom­men hat. So wur­de die Kom­man­do­zen­tra­le für den Kampf gegen die ille­ga­le Fische­rei (CCCIF) in Bang­kok besucht und die Kon­trol­len bei der Anlan­dung begut­ach­tet.

Neben dem Pro­blem der ille­ga­len Fische­rei infor­mier­ten sich die Abge­ord­ne­ten auch inten­siv über das gra­vie­ren­de Pro­blem der Arbeits­be­din­gun­gen von ille­ga­len Migran­ten, die in der thai­län­di­schen Fische­rei tätig sind. Unter ande­rem besuch­ten sie ein Schutz­zen­trum für Migran­ten, die unter schlimms­ten Bedin­gun­gen in der Fische­rei tätig waren.

Die Ein­drü­cke der Dele­ga­ti­ons­rei­se bie­ten die Grund­la­ge für die Bewer­tung des Fische­rei­aus­schus­ses zum zukünf­ti­gen Sta­tus Thai­lands im Rah­men der IUU-Ver­ord­nung. Anfang 2017 wird die EU-Kom­mis­si­on ent­schei­den, ob die „Gel­be Kar­te“ auf­recht­erhal­ten wird oder ob ander­wei­ti­ge Maß­nah­men getrof­fen wer­den.

Nächs­te Sit­zung: 05.12.2016 um 15:00 Uhr

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