Ulrike Rodust

Für Schleswig-Holstein in Europa

10. Mai 2016

Fischerei
Kompass für die auswärtige Fischerei der EU

Europaabgeordnete stimmen für nachhaltigeres Abkommen mit Mauretanien
„Die Neuregelung der EU-Fischerei vor Mauretanien ist ein bedeutender Schritt, um die europäische Flotte auch im Rest der Welt in eine nachhaltigere Fischerei zu führen. Auch für künftige Abkommen muss es wegweisend sein“, freut sich die SPD-Fischereiexpertin Ulrike Rodust über das neue Protokoll, dem das Europäische Parlament am Dienstag zugestimmt hat.
„Das partnerschaftliche Abkommen ermöglicht der europäischen Außenflotte vor der mauretanischen Küste zu fischen – allerdings in einem auf ökologische Nachhaltigkeit ausgerichteten Maße und ohne der heimischen Fischerei Konkurrenz zu machen“, erläutert Rodust. Hierzu sei wichtig, dass sich Mauretanien verpflichtet habe, auch sämtliche weiteren öffentlichen und privaten Fischerei-Vereinbarungen mit Drittländern anzugeben. „Diese Transparenz ist unerlässlich, um festzustellen, wie viel Fisch tatsächlich für die europäische Flotte übrig bleibt, ohne den mauretanischen Fischern die Lebensgrundlage zu entziehen“, lobt Rodust die verschärften Regeln.
Positiv bewertet Rodust zudem die Auswirkungen des Abkommens auf die Arbeitsmöglichkeiten der mauretanischen Bevölkerung: „Durch die gezielte Zuweisung von EU-Geldern zur Entwicklung der mauretanischen Fischerei-Infrastruktur beteiligen wir uns am Aufbau eines nachhaltigen Fischereisektors in Mauretanien. Mittels einer Quote stellen wir sicher, dass auf der dort fischenden europäischen Außenflotte 60 Prozent mauretanische Fischer beschäftigt sind. Das bedeutet nicht nur Arbeitsplätze für die Mauretanier sondern bringt auch Expertise in die Region.“
Verbesserungsbedarf sieht die Fischereiexpertin noch bei der Zusammenarbeit der westafrikanischen Staaten untereinander. „Hier muss die Kooperation bei der Fischerei dringend verbessert werden. Kleine pelagische Arten sind für die Ernährungssicherheit in der Region von herausragender Bedeutung. Ohne ein regionales Management dieser Fischbestände, bleibt die Berechnung des Überschusses für die EU-Flotten zu ungenau!“

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