Ulrike Rodust

Für Schleswig-Holstein in Europa

26. September 2016

Fischerei/Pressemitteilung/Schleswig-Holstein
Starkes Signal aus Lübeck – Dorschfischerei wird die Krise überstehen

Ulrike Rodust, Foto: S. Perrine
Ulrike Rodust, Foto: S. Perrine

Stilllegungszuschüsse, Abwrackprämie und Beteiligung der Angelfischerei sind die Instrumente, die zusammen kommen müssen, um die Dorschfischerei in der Ostsee zu retten. Das ist das Ergebnis des dritten Runden Tischs zur Zukunft der Ostseefischerei, zu dem die schleswig-holsteinische Europaabgeordnete Ulrike Rodust am Montag Vertreter aus Politik, Verwaltung, Fischerei und Forschung nach Lübeck eingeladen hat.
Gut zwei Wochen, bevor die EU-Fischereiminister über die Ostsee-Fangquoten entscheiden, zeigen sich die Teilnehmer aus den betroffenen Bundesländern, dem Bund und der EU-Kommission entschlossen, die Dorschfischerei durch die Krise zu bringen. „Wenn jetzt alle an einem Strang ziehen, wird die Ostseefischerei die Dorsch-Krise überstehen“, ist sich Ulrike Rodust sicher. „Mit den vier Millionen Euro, die aus EU und Bundesmitteln zusammen kommen sollen, lassen sich soziale Härten für die Fischer abfedern. Jetzt ist es wichtig, dass darüber mit den anderen betroffenen EU-Mitgliedern Einigkeit erzielt wird und das Geld zügig und ohne große bürokratische Hürden an die Fischer ausgezahlt werden kann: in Form von Abwrackprämien für diejenigen, die aus der Fischerei aussteigen wollen, vor allem aber in Form von Zuschüssen für die Fischer, die ihre Fischerei nur vorübergehend stilllegen“, erläutert Rodust.
Die kritische Bestandsentwicklung des westlichen Dorschs und die daraus resultierende wissenschaftliche Empfehlung, die Fangquoten für diesen Bestand um mehr als 85 Prozent zu reduzieren, bedeutet eine existentielle Krise für die Ostseefischerei. Um die Fischereibetriebe in dieser Situation bestmöglich zu unterstützen, hatte Rodust den Runden Tisch ins Leben gerufen, der nun zu seiner abschließenden Sitzung zusammen kam. Nach dem Auftakt im Juli in Lübeck und einem weiteren Treffen am Rande des Deutschen Fischereitags im August in Potsdam, wurde bei dem dritten Treffen besprochen, welche konkreten Maßnahmen Bund, Länder und EU zur Bewältigung der Dorschkrise ergreifen werden.
An dem Treffen teilgenommen haben unter anderem:

Dr. Silke Schneider, Staatssekretärin, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein
Haitze Siemers, Europäische Kommission – DG MARE
Gerd Conrad, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Dr. Christopher Zimmermann, Thünen-Institut für Ostseefischerei
Dr. Peter Breckling, Deutscher Fischereiverband
Dr. Christel Happach-Kasan, Deutscher Angelfischer-Verband.

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