Ulrike Rodust

Für Schleswig-Holstein in Europa

23. Januar 2017

Fischerei/Pressemitteilung
Keine Dorsch-Schonzeit für kleine Küstenfischerei

Ulrike Rodust

Gute Nach­richt für klei­ne Kut­ter in der Ost­see, die im Flach­was­ser nahe der Küs­te fischen: Sie sol­len vom bevor­ste­hen­den Laich­schutz-Fang­ver­bot für den West-Dorsch aus­ge­nom­men wer­den. Einen ent­spre­chen­den Beschluss erwar­tet die schles­wig-hol­stei­ni­sche SPD-Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Ulri­ke Rodust vom Rat der Fische­rei­mi­nis­ter, der am Mon­tag in Brüs­sel statt­fin­det. „Mit der Schutz­zeit im Febru­ar und März sol­len die lai­chen­den Dor­sche geschützt wer­den. Ange­sichts der zurück­lie­gen­den schlech­ten Nach­wuchs­ent­wick­lung beim west­li­chen Dorsch ist das auch rich­tig und wich­tig. Schließ­lich sind wir drin­gend dar­auf ange­wie­sen, die Dorsch­be­stän­de zügig wie­der auf­zu­bau­en“, erläu­tert Rodust. Da der Dorsch aber unter­halb einer Was­ser­tie­fe von 20 Metern lai­che, sei der Schutz in den fla­chen Küs­ten­ge­wäs­sern unnö­tig, so Rodust.

„Trotz der Unter­stüt­zungs­maß­nah­men für die Dorsch­fi­sche­rei, für die ich mich im ver­gan­gen Jahr ein­ge­setzt habe, bleibt die Lage für vie­le Betrie­be an der Ost­see schwie­rig. Unter der erheb­li­chen Absen­kung der Fang­quo­te für den Dorsch lei­det gera­de auch die klei­ne Küs­ten­fi­sche­rei“, betont Rodust. Deren Boo­te könn­ten aber von dem Fang­ver­bot in den nächs­ten bei­den Mona­ten aus­ge­nom­men wer­den, ohne dass dies die Bestands­er­ho­lung gefähr­de. Damit ein ent­spre­chen­der Beschluss noch recht­zei­tig vor Beginn der Schon­zeit rechts­kräf­tig wer­de, sei jetzt aller­dings zügi­ges Han­deln gefragt. „Auch wenn das im Sin­ne der Betrof­fe­nen an unse­rer Küs­te in die­sem Fall unum­gäng­lich ist, dür­fen sol­che Ent­schei­dun­gen in letz­ter Minu­te aber nicht zum Regel­fall wer­den“, for­dert Rodust. Weder sei es für das Euro­päi­sche Par­la­ment akzep­ta­bel, hier über­gan­gen zu wer­den, noch sei­en die­se kurz­fris­ti­gen Benach­rich­ti­gun­gen den Fische­rei­be­trie­ben gegen­über fair, stellt Rodust klar.

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