Ulrike Rodust

Für Schleswig-Holstein in Europa

2. Februar 2017

Europäisches Parlament/Fischerei/Pressemitteilung
Nachhaltigkeit sollte nicht an europäischen Grenzen Halt machen

EU-Par­la­ment stimmt für stren­ge­re Regeln für Fische­rei in inter­na­tio­na­len Gewäs­sern

Wich­ti­ger Schritt gegen Aus­beu­tung der Mee­re: EU-Schif­fe müs­sen künf­tig in inter­na­tio­na­len Gewäs­sern eben­so nach­hal­tig fischen wie in euro­päi­schen Gewäs­sern. Einer ent­spre­chen­den Ver­ord­nung zur Bewirt­schaf­tung der exter­nen Flot­te hat das Euro­päi­sche Par­la­ment am Don­ners­tag, 2. Febru­ar 2017, in Brüs­sel zuge­stimmt. „Nach­hal­tig­keit soll­te nicht an euro­päi­schen Gren­zen Halt machen — das haben wir mit die­ser Ver­ord­nung erreicht. Die Nach­hal­tig­keits­grund­sät­ze, die seit Inkraft­tre­ten der neu­en Gemein­sa­men Fische­rei­po­li­tik vor unse­ren Küs­ten gel­ten, müs­sen nun auch außer­halb Euro­pa­sein­ge­hal­ten wer­den“, erläu­tert die sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Ulri­ke Rodust.So dürf­ten euro­päi­sche Flot­ten, die vor den Küs­ten von Dritt­staa­ten fischen, künf­tig aus­schließ­lich die Über­schüs­se der jewei­li­gen Part­ner­län­der abfi­schen. „Nur so kön­nen wir ver­hin­dern, dass EU-Schif­fe mit den loka­len Fischern kon­kur­rie­ren und die­se in den Ruin trei­ben“, erklärt Ulri­ke Rodust, fische­rei­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD-Grup­pe im Euro­päi­schen Par­la­ment.

Mehr als ein Vier­tel aller Fische, die von euro­päi­schen Schif­fen gefan­gen wer­den, stam­men aus Gewäs­sern außer­halb der EU. „Mit der neu­en Ver­ord­nung neh­men wir als Euro­päi­sche Uni­on unse­re Ver­ant­wor­tung als welt­größ­ter Bin­nen­markt für Fische­rei­er­zeug­nis­se wahr. Damit kom­men wir wie­der einen Schritt vor­an im Kampf gegen die Aus­beu­tung der Mee­res­res­sour­cen durch Über­fi­schung und ille­ga­le Fische­rei“, sagt Ulri­ke Rodust.

Laut der Ver­ord­nung benö­tigt jedes Fische­rei­fahr­zeug der Uni­on, das außer­halb der Uni­ons­ge­wäs­ser Fisch­fang betreibt, dazu künf­tig eine Geneh­mi­gung sei­nes Flag­gen­mit­glied­staats und wird ent­spre­chend über­wacht. Zu den Bedin­gun­gen für die­se Geneh­mi­gung gehört, dass weder Kapi­tän noch Schiff in den letz­ten 12 Mona­ten an ille­ga­len Fische­rei­ak­ti­vi­tä­ten betei­ligt waren. „Durch die zwin­gen­de Ver­ga­be einer ein­ma­li­gen Schiffs­num­mer durch die Inter­na­tio­na­le See­schiff­fahrts­or­ga­ni­sa­ti­on (IMO) kön­nen Schif­fe von nun an zwei­fels­frei iden­ti­fi­ziert wer­den und das miss­bräuch­li­che Umflag­gen wird end­lich ver­hin­dert“, so Ulri­ke Rodust. Ein öffent­lich zugäng­li­ches Regis­ter der Fang­ge­neh­mi­gun­gen sowie ein elek­tro­ni­scher Daten­aus­tausch zwi­schen den Mit­glied­staa­ten und der EU-Kom­mis­si­on sor­gen dafür, dass die­se Vor­schrif­ten auch aus­rei­chend kon­trol­liert wer­den kön­nen.

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