Ulrike Rodust

Für Schleswig-Holstein in Europa

Fischerei

Klarheit vor den Brexit-Verhandlungen

Fischereiausschuss legt Mehrjahresplan zur Bewirtschaftung der Nordseebestände vor

Der Fischereiausschuss des Europäischen Parlaments hat sich am Mittwoch dafür ausgesprochen, die Fischerei in der Nordsee mit einem neuen Managementplan zu regeln. Nach dem vor einem Jahr verabschiedeten Ostseemanagementplan ist der Nordseeplan der zweite Mehrjahresplan nach den Regeln der reformierten Fischereipolitik. Er erstreckt sich auf alle Grundfischarten und wird damit 70 Prozent der Nordseefänge regeln. Damit umfasst der Managementplan mehrere Tausend Fischereifahrzeuge aus derzeit sieben EU-Nordseeanrainerstaaten. Nach dem Willen des EP-Fischereiausschusses sollen in den Managementplan auch klare Vorgaben für das Verhältnis zu Drittländern, wie Norwegen und bald auch Großbritannien, aufgenommen werden. Damit wollen die Abgeordneten sicherstellen, dass auch zukünftig gemeinsam bewirtschaftete Bestände nicht über die im Nordseeplan beschlossenen Höchstmengen hinaus befischt werden dürfen. mehr…

FISH-NEWS

Aktuelles aus dem Ausschuss

Die vorletzte Ausschusssitzung vor der parlamentarischen Sommerpause ist zu Ende gegangen. Mit einer gut gefüllten Tagesordnung, aber ohne Abstimmung zum Nordseeplan, für den ich Berichterstatterin bin. Die findet nun in dieser Woche während der Juli-Sitzung des Fischereiausschusses statt. Wie eng die Verzahnung des Fischereisektors in Europa ist und wie komplex es werden könnte, wenn man diese Integration nun rückgängig machen will, wurde im Workshop zum Brexit klar. Außerdem beschäftigte sich der Ausschuss mit der Frage nach der Einführung von Quoten innerhalb des künftigen Mehrjahresplans für die Adria und um Mängel in der gegenwärtigen Umsetzung der Kontrollverordnung. mehr…

Fischerei in Gebieten in äußerster Randlage

Sowohl Frankreich, als auch Spanien und Portugal verfügen über Hoheitsgebiete, die weit vom europäischen Kontinent entfernt liegen. Diese „Gebiete in äußerster Randlage“ sind dadurch fester Bestandteil der Europäischen Union. Aufgrund ihrer besonderen geografischen Lage und der damit verbundenen Schwierigkeiten, müssen aber Teile der EU-Politik an ihre besondere Situation angepasst werden. Am Donnerstag hat das EU-Parlament meinen Bericht zur Bewirtschaftung der Fischereiflotten in diesen Gebieten angenommen. mehr…

Fischbestände im Mittelmeer retten

„medfish4ever“-Erklärung muss Startschuss für gemeinsames Handeln sein

Umweltverschmutzung, Klimawandel, Überfischung: Die Situation der Fischbestände im Mittelmeer ist dramatisch. Über 93 Prozent aller Fischbestände sind überfischt, Seehecht und Schwertfisch stehen kurz vor dem Zusammenbruch. Um die Situation zu verbessern, haben alle Mittelmeeranrainerstaaten am Donnerstag, 30. März, auf Drängen der EU eine politische Erklärung zum Schutz der Fischbestände unterzeichnet. mehr…

Europäische Fischer müssen auch weiterhin Fangrechte in britischen Gewässern erhalten

Ulrike Rodust erwartet selbstbewusstes Auftreten der EU-27 in den Brexit-Verhandlungen

Mit der offiziellen Erklärung für den Austritt Großbritanniens hat die britische Premierministerin Theresa May am Mittwoch den Startschuss für die Trennungsverhandlungen mit der Europäischen Union gegeben. Nach Artikel 50 des EU-Vertrages muss dieser Prozess binnen zwei Jahren abgeschlossen sein, damit es zu einem kontrollierten Brexit kommen kann. mehr…

FISH-NEWS

Aktuelles aus dem Ausschuss

Über den Zustand der Biomasse der Fischbestände in europäischen Gewässern hat der Fischereiausschuss des Europäischen Parlaments in seiner Februarsitzung diskutiert. Deutlich unterschiedlich bewertet wurde hier, inwieweit bereits belastbare Zahlen berechnet werden können. Darüber hinaus befasste sich der Ausschuss mit dem Urteil des EuGH zum EU-Marokkoabkommen, das auch Auswirkungen auf Fischereifahrzeuge der EU-Fangflotte in den Gewässern der Westsahara und den Handel mit Fischereiprodukten aus dem Gebiet der Westsahara haben wird. Zuletzt stand eine Aussprache zur internationalen Meerespolitik an, die einen stärkeren internationalen Rechtsrahmen im Kampf gegen die illegale (IUU-) Fischerei fordert und sich auch der Fischerei in den Gebieten der Arktis widmet, welche nicht unter nationale Gerichtbarkeiten fallen. mehr…

Nachhaltigkeit sollte nicht an europäischen Grenzen Halt machen

EU-Parlament stimmt für strengere Regeln für Fischerei in internationalen Gewässern

Wichtiger Schritt gegen Ausbeutung der Meere: EU-Schiffe müssen künftig in internationalen Gewässern ebenso nachhaltig fischen wie in europäischen Gewässern. Einer entsprechenden Verordnung zur Bewirtschaftung der externen Flotte hat das Europäische Parlament am Donnerstag, 2. Februar 2017, in Brüssel zugestimmt. „Nachhaltigkeit sollte nicht an europäischen Grenzen Halt machen – das haben wir mit dieser Verordnung erreicht. Die Nachhaltigkeitsgrundsätze, die seit Inkrafttreten der neuen Gemeinsamen Fischereipolitik vor unseren Küsten gelten, müssen nun auch außerhalb Europaseingehalten werden“, erläutert die sozialdemokratische Europaabgeordnete Ulrike Rodust. mehr…

Ulrike Rodust

Keine Dorsch-Schonzeit für kleine Küstenfischerei

Gute Nachricht für kleine Kutter in der Ostsee, die im Flachwasser nahe der Küste fischen: Sie sollen vom bevorstehenden Laichschutz-Fangverbot für den West-Dorsch ausgenommen werden. Einen entsprechenden Beschluss erwartet die schleswig-holsteinische SPD-Europaabgeordnete Ulrike Rodust vom Rat der Fischereiminister, der am Montag in Brüssel stattfindet. „Mit der Schutzzeit im Februar und März sollen die laichenden Dorsche geschützt werden. Angesichts der zurückliegenden schlechten Nachwuchsentwicklung beim westlichen Dorsch ist das auch richtig und wichtig. Schließlich sind wir dringend darauf angewiesen, die Dorschbestände zügig wieder aufzubauen“, erläutert Rodust. Da der Dorsch aber unterhalb einer Wassertiefe von 20 Metern laiche, sei der Schutz in den flachen Küstengewässern unnötig, so Rodust. mehr…

Einigung auf Nordsee-Quoten

Fangmöglichkeiten für Seelachs, Kabeljau und Makrele steigen
Der Fischereirat der Europäischen Union hat in der Nacht zu Mittwoch die Nordseefangquoten für 2017 festgelegt. Während die Nordseefischer Kürzungen beim Schellfisch erwartet, steigen die erlaubten Fangmengen für Kabeljau und Makrele, besonders aber für Seelachs. „Hier blieben die Minister sogar hinter dem, was nach Empfehlung der Wissenschaft möglich gewesen wäre“, erläutert die SPD-Europaabgeordnete Ulrike Rodust. „Dass hier nicht die volle Steigerung erfolgt, ist dabei sicher auch im Interesse der Fischer, die durch eine so drastische Anhebung eine Störung der Märkte befürchteten. Dass wir aber überhaupt so starke Ausschläge nach oben berücksichtigen müssen ist  natürlich ein gutes Signal. Zeigt es doch, dass gutes Fischereimanagement die Bestände entsprechend anwachsen lässt. In der Nordsee sind wir hier bei vielen Arten schon auf dem richtigen Weg. Anders sieht das im Nordost-Atlantik aus, wo die Fischereiminister leider erneut höhere Quoten festlegten, als von der Europäischen Kommission vorgeschlagen wurden“, so Rodust. mehr…

FISH-NEWS

Aktuelles aus dem Ausschuss

Die Fangmöglichkeiten für die Ostsee und der Vorschlag über den Nordseemehrjahresplan waren zwei der zentralen Punkte, die der Ausschuss in seiner Novembersitzung mit der Kommission diskutierte. Ebenfalls auf großes Interesse stieß eine Anhörung zu Meeresschutzgebieten. Während sich das Gros der referierenden Wissenschaftler einig war, dass diese Gebiete zur Bestandserholung beitragen können und positive Effekte auch für die Fischerei bis zu 100km entfernt spürbar sein können, wurde auch darauf hingewiesen, dass viel von einem guten Management der Gebiete abhinge. mehr…